Jetzt wird es Zeit, um Kartoffeln zu setzen

Viele haben vielleicht schon ihre ersten Kartoffeln im Boden – gerade die frühen Sorten. Aber wegen der vielen kalten Tagen geht es ja nun endlich richtig los. Auch für Frühkartoffeln ist es daher noch nicht zu spät! Eure vorgekeimten Kartoffeln können je nach Sorte (früh, mittelfrüh, spät) noch bis in den Mai hinein gesetzt werden, um gute Erträge zu sichern. Letztes Jahr haben wir noch im Juni unsere restlichen Frühkartoffeln gesetzt. Wie das lief könnt ihr euch hier ansehen:

22.03.2021: Weltwassertag

Wasser ist das wohl wichtigste Element auf unserem Planeten – lebensnotwendig und nicht zu ersetzen! Auch wenn die Erdoberfläche mit gut 70 % von Wasser bedeckt ist, ist diese Ressource stark begrenzt: Nur 2,5 % allen Wassers ist Süßwasser. Und nur ein kleiner Teil – etwa 0,3 % – davon sind für uns über Seen und Fließgewässer zugänglich.

Der heutige Weltwassertag findet unter dem Motto „Der Wert des Wassers“ statt, was weit über das Thema Geld hinausgeht. Mitgedacht werden hier auch die sozialen, kulturellen und ökologischen Werte des Wassers.

Die Vereinten Nationen rufen vom März 2018 bis zum März 2028 die Wasserdekade aus. Sie verfolgt die Ziele:

Da Süßwasser in vielen (z.B. landwirtschaftlichen) Produkten steckt, die global gehandelt werden, wird Wasser exportiert. In den produzierenden Regionen steht dann das Wasser nicht mehr für die Bevölkerung und die Ökosysteme zur Verfügung. Es ist also nicht gerecht verteilt!

Bei uns wird dem Wasser leider noch zu wenig Wert beigemessen. Trinkwasser gibt es sobald man den Hahn aufdreht. Aber die kontinuierliche Verschmutzung der Oberflächengewässer und des Grundwassers führen dazu, dass die Wasserqualität extrem sinkt – für uns Menschen und die Umwelt. Der Klimawandel, die geringen Niederschlagsmengen und langen Trockenperioden verschärfen diese Problematik zudem. Das bekommen wir ja schon zu spüren. Das darf so nicht sein! Die Verfügbarkeit von sauberem Wasser ist nicht selbstverständlich und wir müssen beginnen es wirklich wertzuschätzen!

Gewässerbezogene Umweltbildung

Das war ein schöner Abschluß des Winters! So viel Schnee haben wir ja länger nicht in Bremen gesehen und gerade für Kinder war es ein riesen Spaß draußen zu sein.

Die Renaturierungsfläche „REN III“ im Winter

Doch heute ist Frühlingsanfang! Die Sonne scheint und die Temperaturen steigen langsam wieder an. Damit steigt auch die Aktivität in und an den Bremer Gewässern, wie dem Bultensee oder dem Embser Mühlengraben in Osterholz Tenever. Nicht nur die Tiere und Pflanzen erwachen wieder – auch das Team des Treffpunkt Natur & Umwelt will wieder raus und gemeinsam mit euch die Natur erkunden!

Im letzten Jahr haben wir viele Erfahrungen im richtigen Umgang mit „Corona“ gewonnen. Wir haben ein funktionierendes Hygienekonzept und gehen individuell auf eure Gruppe ein.

Für Kursanfragen könnt ihr euch gerne telefonisch oder per Mail melden.

„Gartenprojekt in Tenever soll langfristig bleiben“

Presseartikel im Weser Kurier vom 27.08.2020

Christian Hasemann berichtet hier sehr schön über die aktuelle Situation auf dem QuerBeet. Schaut ihn euch an:

https://www.weser-kurier.de/bremen/stadtteile/stadtteile-bremen-suedost_artikel,-gartenprojekt-in-tenever-soll-langfristig-bleiben-_arid,1930329.html

Inhaltlich korrigieren muss ich hier jedoch, dass nicht das Gartenprojekt QuerBeet, sondern der Gewässerbereich eine Basis-Projektförderung erhält. Insgesamt gibt es in Bremen nun 12 „Basiseinrichtungen“, die alle auf der Seite der Umweltbildung Bremen zu finden sind. Die aktuellen Projekte im Garten laufen zum Ende des Jahres aus – die Projekförderung für die kommenden zwei Jahre ist daher leider noch nicht gesichert.

Erster Bauabschnitt fertig

„Raus aus der Zwischennutzung!“ heißt das aktuelle Projekt, das auf dem QuerBeet umgesetzt wird und u.a. von der Postcode Lotterie mit 30.000€ gefördert wird.

Seitdem uns die Gewoba, von der wir die 8.500qm große Projektfläche in Osterholz-Tenever mieten, 2019 vermittelte, dass sie das QuerBeet langfristig auf der Fläche sehen, mussten wir nun einiges neu denken. Als es damals losging hieß es ja immer: „Irgendwann wird dort gebaut. Dann müsst ihr weg.“ Die Fläche hat sich aber entwickelt, fügt sich immer mehr in den Ortsteil ein und schafft einen guten Übergang von den Wohnanlagen der Neuwieder Straße hin zu den Sportplätzen, dem Grabeland und dem Kinderbauerhof.

Ein großer Teil des aktuellen Projekts, über das wir nun den Schritt in eine langfristige Nutzung gehen, ist die Einfriedung des Geländes. Einen Zaun wollten wir eigentlich nie, da wir uns als offenes und partizipatives Projekt verstehen. Dennoch gab es immer auch ein Ausnutzen unseres Engagements, das die Teilnehmer*innen ärgerte und frustrierte. Deshalb haben wir nun einen fast 400m langen Zaun, um die Arbeit der Gärtner*innen zu schützen. Anders als es ein Zaun eigentlich vermittelt, soll er bei uns aber dazu beitragen, dass noch mehr Leute beim QuerBeet einsteigen.

Wir sind Basiseinrichtung!

Seit Anfang des Jahres wird der TNU als Basiseinrichtung, für das Projekt „Gewässerbezogene Umweltbildungsarbeit für Kinder und Jugendliche in Osterholz“, gefördert. Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau (SKUMS) finanziert unsere Arbeit in den nächsten 2 Jahren mit jeweils 35.000€. Dies beinhaltet eine halbe Stelle, über die die Umweltbildungsarbeit maßgeblich umgesetzt wird, sowie die Gemeinkosten, die im Rahmen des Projekts anfallen.

Inhaltlich setzen wir in unserem Projekt auf die gewässerbezogenen Schwerpunkte, mit denen wir die Kinder und Jugendlichen der unterschiedlichen Jahrgangs- und Altersstufen adressieren können. So werden wir mit den Kindergarten-Kindern den Lebensraum im und um das Gewässer erkunden und spielerisch die Wasserlebewesen kennen lernen. Grundschüler*innen entdecken bei uns die Vielfalt des Lebensraums, mit seinen zahlreichen Pflanzen und Tieren. Sie erschließen sich über einfache Bestimmungsliteratur die Arten und deren Lebensweise sowie erste ökologische Zusammenhänge innerhalb des Biotops. Inhaltlicher etwas komplexer und detaillierter arbeiten wir mit den Schüler*innen der Sekundarstufe I. So können die Schüler*innen bei uns beispielsweise Wasseranalysen sowie Vegetations- und Bestandsaufnahmen der Kleinstlebewesen durchführen, um darüber den Zustand der untersuchten Gewässer auszuwerten und zu diskutieren. Für diese Alterstufe werden wir zudem ein modulares Angebot aufbauen, über das wir den Wert der Ressource Wasser erfahrbar machen. Hier werden wir die natürlichen Wasserkreisläufe sowie die städtischen Trinkwasser-Wege mal genauer unter die Lupe nehmen und zum Abschluss auch mit Menschen diskutieren, die die „Wassersituation“ auch ganz anders, nämlich aus unterschiedlichen Ländern, kennen. Auch für die Sekundarstufe II, für die die Ökologie ein Schwerpunktthema darstellt, bieten wir umfangreiche Veranstaltungen an. Die ökologischen Zusammenhänge des Lebensraums „Wasser“ können beim TNU, über die eigene Datenerhebung, -auswertung, -päsentation und Diskussion, langfristig verstanden und verinnerlicht werden. Hierbei haben wir auch immer die menschliche Einflussnahme auf unsere natürlichen Lebensräume im Blick und stellen die Rechte und Bedürfnisse aller (Mensch und Natur) zur Diskussion. Wir werden auch mit unserem Angebot „Ranger Gruppe“ weiter machen. Die Ranger*innen können sich ganzjährig aktiv mit diversen Themenfeldern auseinandersetzen, die mit unserem Lebensraum im und am Gewässer zu tun haben. Neben den eigenen Erfahrungen, die sie hierbei machen, leisten sie damit einen wichtigen Beitrag für die Natur in ihrem Stadtteil.

Neben der Durchführung umweltpädagogischer Kurse zählen wir auch eine verstärkte Netzwerkarbeit zu unseren Aufgaben, sowie die Schulung von Multiplikator*innen. Wir möchten euch daher ganz herzlich einladen uns und unsere Arbeit kennen zu lernen!